2.2 Die große Reise beginnt

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Hey und herzlich willkommen auf meinem Blog!

Hier findet ihr den zweiten Teil meiner ersten Eindrücke und Erlebnisse meiner Ankunft in Piura, Peru. Für Bilder bitte runterscrollen. Viel Spaß beim Lesen!

Nun ist der erste Blogeintrag aus Peru schon eine ganze Weile her und ja – ich lebe noch.
Ihr fragt euch bestimmt: „Wie ist es in Peru?“ Denn diese Frage höre ich häufig, und ich weiß bis heute nicht, wie ich darauf antworten soll. Hinzu kommt, dass mittlerweile so viel passiert ist, dass es keinen Sinn ergibt, auch nur zu versuchen, das alles aufzuschreiben. Das Beste ist, wenn ich dort anknüpfe, wo ich aufgehört habe, nämlich nach den ersten zwei Wochen.

Nachdem ich die lange Reise überstanden hatte, in Piura angekommen und Wale anschauen war, mich an einige Unterschiede zu Deutschland gewöhnt habe und erste Eindrücke der Stadt und meiner Arbeit gewonnen habe, nahm das Tempo neuer Eindrücke nicht ab.

Da uns das Kochen häufig viel Zeit und Nerven kostete, probierten wir uns am „Meal-Prepping“. Da Timon und ich jedoch versuchen zuzunehmen, war das ganze Essen nach zwei Tagen weg.

Ein Highlight in der dritten Woche war der Abend mit Chici, dem Präsidenten von CANAT, der in einer Privatschule wohnt und wo wir spät abends ins große Schwimmbecken der Schule durften. Das war eine dringend benötigte Erfrischung, die wir bei der Hitze nötig hatten.

Zudem schlug uns Gabi, unsere Chefin, vor, an den Strand zu fahren, da die kommende Woche für uns unwichtige Besprechungen bereithielt. Also machten wir uns spontan auf den Weg nach Máncora, einer kleinen Stadt am Pazifik. Die Busfahrt (120 km) dauerte über drei Stunden. Wir planten den Trip sehr preiswert und übernachteten in einem Party-Hostel direkt am Strand. Zu essen gab es dann meistens Haferflocken mit Sojamilch und einem Apfel. Trotzdem war es eine großartige Zeit, in der wir viele internationale Leute kennenlernten, die in Lima studieren. Wir surften, spielten Fußball und feierten abends in Clubs. Besonders beeindruckt war ich von der Schönheit der Landschaft im Norden Perus. Die Wüste, die Palmen und das Meer erinnerten mich sehr an Kalifornien.

Zurück in Piura hatten wir ein Gespräch mit Gabi über unser Wohlbefinden und unsere Aufgaben bei CANAT. Auch haben wir ein neues Haus besucht, das CANAT von einer verstorbenen Frau überlassen wurde. Anfang Oktober bekamen wir unseren neuen Arbeitsplan, der vor allem die Arbeit in der Ludoteca – ein Zentrum für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, in dem Spiele gespielt und Projekte vorbereitet werden und über sensible Themen wie Gewalt gesprochen wird – beinhaltet. Des Weiteren organisierten und begleiteten wir interessante Veranstaltungen mit den Familien aus der Zona Rural und Urbana. In der vierten Woche habe ich zum ersten Mal Spiele in der Ludoteca angeleitet, was trotz meiner geringen Spanischkenntnisse richtig gut klappte. Das war ein tolles Erfolgserlebnis.

In unserer Freizeit unternahmen wir viel mit den Kollegen von CANAT, feierten, gingen zusammen essen, spielten Fußball, hörten Musik, kochten, machten Sport, lernten Spanisch und führten interessante Gespräche über Gott und die Welt.

Zum Monatsende gab es ein weiteres Abschiedsessen bei Gabi, diesmal für Alice, eine französische Freiwillige, die sechs Monate bei CANAT war.

Rückblickend auf meinen ersten Monat in Peru hatte ich schon unglaublich viel erlebt und viele neue Menschen kennengelernt. Es fühlte sich an, als wären wir in kurzer Zeit schon tief in das Leben hier eingetaucht. Wir hatten uns gut eingelebt, uns in der Stadt zurechtgefunden und Freundschaften geknüpft. Ich freute mich sehr auf die kommenden Monate und all die neuen Erfahrungen, die noch auf uns warteten.

Dieser Monat zeigte mir auch, wie privilegiert wir in Deutschland leben. Dinge, die für uns selbstverständlich sind – wie warmes Wasser, Trinkwasser aus dem Hahn, eine riesige Auswahl an Lebensmitteln im Supermarkt, gut ausgebaute Straßen und vor allem das Gefühl von Sicherheit – sind hier nicht überall gegeben. Hier sind die Fenster und Türen vergittert, vor jedem Geschäft steht ein Wachmann, und man sollte sein Handy nicht offen auf der Straße benutzen oder nachts allein unterwegs sein. Auf die Polizei kann man sich leider nicht wirklich verlassen. Solche alltäglichen Dinge rückten plötzlich in den Fokus, ließen einen die Privilegien zu Hause viel bewusster wahrnehmen und gehörten zum Alltag.

Trotz all dieser Unterschiede hatte ich kein wirkliches Heimweh. Klar, manchmal vermisste ich Freunde, Familie, die heimische Ruhe, und das Wetter und die Hitze waren eine Herausforderung, obwohl der Sommer erst noch kam. Aber ich hatte mich bereits an einige Veränderungen gewöhnt – wie das tägliche kalte Duschen, die anderen Lebensmittel, den chaotischen Verkehr und die vergitterten Häuser. Besonders gefiel mir das ganz andere, entspannte Tempo des Alltags.

Am Ende des Monats hatte ich das Gefühl, dass ich nicht nur eine neue Kultur und Lebensweise kennengelernt hatte, sondern auch viel über mich selbst gelernt hatte. Diese Zeit war ein echtes Abenteuer, das mich herausforderte, aber auch unglaublich bereicherte. Die ersten vier Wochen waren nur der Anfang, und ich freute mich darauf, weiter in diese neue Welt einzutauchen.

Während ich diesen Blogeintrag jetzt gerade fertigstelle, sind bereits über drei Monate in Peru vergangen. In dieser Zeit gab es schon viele weitere Momente der Freude und Herausforderung, weshalb ich bereits an einem neuen Post schreibe, der euch auf den neuesten Stand bringt. Seid gespannt! Bis dahin: Danke fürs Lesen und frohe Weihnachten!

Español (generado por IA):
2.2 Comienza el gran viaje

¡Hola y bienvenidos a mi blog!

Aquí puedes encontrar la segunda parte de mis primeras impresiones y experiencias de mi llegada a Piura, Perú. Por favor, desplácese hacia abajo para ver las fotos. ¡Diviértete leyendo!

Ha pasado un tiempo desde la primera entrada del blog de Perú y sí – todavía estoy vivo.
Probablemente te estés preguntando: «¿Cómo es Perú?». Porque escucho mucho esta pregunta y todavía no sé cómo responderla. Es más, han pasado tantas cosas desde entonces que no tiene sentido ni siquiera intentar escribirlo todo. Lo mejor es retomarlo donde lo dejé, es decir, después de las dos primeras semanas.

Después de sobrevivir al largo viaje, llegar a Piura y avistar ballenas, acostumbrarme a algunas diferencias con Alemania y tener mis primeras impresiones sobre la ciudad y mi trabajo, el ritmo de las nuevas impresiones no disminuyó.

Como cocinar a menudo nos costaba mucho tiempo y nervios, probamos suerte con la «preparación de comidas». Sin embargo, como Timón y yo estábamos intentando engordar, toda la comida se acabó a los dos días.

Lo más destacado de la tercera semana fue la velada con Chici, la presidenta de CANAT, que vive en un colegio público, y en la que se nos permitió entrar en la gran piscina del colegio a altas horas de la noche. Fue un refresco muy necesario en medio del calor.

Gabi, nuestro jefe, también sugirió que fuéramos a la playa, ya que teníamos reuniones sin importancia durante la semana. Así que nos dirigimos espontáneamente a Máncora, una pequeña ciudad en el Pacífico. El viaje en autobús (120 km) duró más de tres horas. Planificamos el viaje de forma muy barata y nos alojamos en un albergue de fiesta justo en la playa. Comimos sobre todo avena con leche de soja y una manzana. Sin embargo, lo pasamos muy bien y conocimos a mucha gente internacional que estudia en Lima. Hicimos surf, jugamos al fútbol y salimos de fiesta por las noches. Me impresionó especialmente la belleza del paisaje del norte de Perú. El desierto, las palmeras y el mar me recordaban mucho a California.

De vuelta en Piura, charlamos con Gabi sobre nuestro bienestar y nuestras tareas en CANAT. También visitamos una casa nueva que una mujer fallecida dejó a CANAT. A principios de octubre, recibimos nuestro nuevo plan de trabajo, que incluye principalmente el trabajo en la Ludoteca – un centro de atención a niños y jóvenes donde se realizan juegos, se preparan proyectos y se discuten temas sensibles como la violencia. También organizamos y acompañamos eventos interesantes con las familias de la Zona Rural y Urbana. En la cuarta semana, dirigí por primera vez juegos en la Ludoteca, que salieron muy bien a pesar de mis escasos conocimientos de español. Fue una gran sensación de logro.

En nuestro tiempo libre, hicimos muchas cosas con nuestros compañeros de CANAT, salimos de fiesta, fuimos a comer juntos, jugamos al fútbol, escuchamos música, cocinamos, hicimos deporte, aprendimos español y mantuvimos conversaciones interesantes sobre Dios y el mundo.

Al final del mes, hubo otra cena de despedida en casa de Gabi, esta vez para Alice, una voluntaria francesa que llevaba seis meses con CANAT.

Mirando hacia atrás en mi primer mes en Perú, ya había experimentado una cantidad increíble y conocido a mucha gente nueva. Sentía como si ya nos hubiéramos sumergido en la vida aquí en un corto espacio de tiempo. Nos habíamos instalado bien, nos habíamos orientado en la ciudad y habíamos hecho amigos. Estaba deseando que llegaran los próximos meses y vivir todas las nuevas experiencias que nos esperaban.

Este mes también me ha enseñado lo privilegiados que somos viviendo en Alemania. Cosas que damos por sentadas, como el agua caliente, el agua del grifo, una gran variedad de alimentos en el supermercado, carreteras en buen estado y, sobre todo, la sensación de seguridad, no están disponibles en todas partes. Las puertas y ventanas tienen rejas, hay un guardia de seguridad fuera de cada tienda y no se debe usar el móvil abiertamente en la calle ni caminar solo por la noche. Por desgracia, no se puede confiar en la policía. Estas cosas tan cotidianas de repente saltaban a la vista, te hacían mucho más consciente de los privilegios que tienes en casa y se convertían en parte de la vida diaria.

A pesar de todas estas diferencias, no sentía nostalgia. Claro que a veces echaba de menos a los amigos, la familia y la tranquilidad de casa, y el tiempo y el calor eran un reto, aunque aún faltaba para el verano. Pero ya me había acostumbrado a algunos cambios, como las duchas frías diarias, la comida diferente, el tráfico caótico y las casas enrejadas. Me gustó especialmente el ritmo completamente diferente y relajado de la vida cotidiana.

Al final del mes, sentí que no sólo había conocido una nueva cultura y forma de vida, sino que también había aprendido mucho sobre mí misma. Fue una auténtica aventura que me supuso un reto, pero también fue increíblemente enriquecedora. Las primeras cuatro semanas fueron sólo el principio y estaba deseando sumergirme aún más en este nuevo mundo.

Mientras escribo esta entrada del blog, ya han pasado más de tres meses en Perú. Durante este tiempo, ha habido muchos más momentos de alegría y desafío, por lo que ya estoy escribiendo un nuevo post para poneros al día. ¡Estad atentos! Hasta entonces, ¡gracias por leer y Feliz Navidad!

English (AI generated):
2.2 The great journey begins

Hey and welcome to my blog!

Here you can find the second part of my first impressions and experiences of my arrival in Piura, Peru. Please scroll down for pictures. Have fun reading!

It’s been a while since the first blog entry from Peru and yes – I’m still alive.
You’re probably wondering: ‘What’s it like in Peru?’ Because I hear this question a lot and I still don’t know how to answer it. What’s more, so much has happened in the meantime that it makes no sense to even try to write it all down. The best thing to do is to pick up where I left off, namely after the first two weeks.

After I had survived the long journey, arrived in Piura and gone whale watching, got used to some of the differences to Germany and gained my first impressions of the city and my work, the pace of new impressions didn’t slow down.

As cooking often cost us a lot of time and nerves, we tried our hand at ‘meal prepping’. However, as Timon and I were trying to put on weight, all the food was gone after two days.

A highlight in the third week was the evening with Chici, the president of CANAT, who lives in a public school and where we were allowed to go into the school’s large swimming pool late at night. This was a much-needed refreshment in the heat.

Gabi, our boss, also suggested that we go to the beach as we had unimportant meetings in the week ahead. So we spontaneously made our way to Máncora, a small town on the Pacific. The bus journey (120 km) took over three hours. We planned the trip very cheaply and stayed in a party hostel right on the beach. We mostly ate oatmeal with soya milk and an apple. Nevertheless, it was a great time and we got to know lots of international people studying in Lima. We surfed, played football and partied in clubs in the evenings. I was particularly impressed by the beauty of the landscape in northern Peru. The desert, the palm trees and the sea reminded me a lot of California.

Back in Piura, we had a chat with Gabi about our well-being and our tasks at CANAT. We also visited a new house that was left to CANAT by a deceased woman. At the beginning of October, we received our new work plan, which primarily includes work in the Ludoteca – a centre for the care of children and young people where games are played, projects are prepared and sensitive topics such as violence are discussed. We also organised and accompanied interesting events with the families from the Zona Rural and Urbana. In the fourth week, I led games in the Ludoteca for the first time, which went really well despite my limited knowledge of Spanish. That was a great sense of achievement.

In our free time, we did a lot with our colleagues from CANAT, partied, went out to eat together, played football, listened to music, cooked, did sports, learnt Spanish and had interesting conversations about God and the world.

At the end of the month, there was another farewell dinner at Gabi’s, this time for Alice, a French volunteer who had been with CANAT for six months.

Looking back on my first month in Peru, I had already experienced an incredible amount and met many new people. It felt like we had already immersed ourselves in life here in a short space of time. We had settled in well, found our way around the city and made friends. I was really looking forward to the coming months and all the new experiences that awaited us.

This month also showed me how privileged we are living in Germany. Things that we take for granted – such as hot water, drinking water from the tap, a huge selection of food in the supermarket, well-developed roads and, above all, a feeling of safety – are not available everywhere here. Windows and doors are barred, there is a security guard outside every shop and you should not use your mobile phone openly on the street or walk alone at night. Unfortunately, you can’t really rely on the police. Such everyday things suddenly came into focus, made you much more aware of the privileges at home and became part of everyday life.

Despite all these differences, I wasn’t really homesick. Sure, sometimes I missed friends, family and the peace and quiet of home, and the weather and heat were a challenge, even though summer was still to come. But I had already got used to some of the changes – like the daily cold showers, the different food, the chaotic traffic and the barred houses. I particularly liked the completely different, relaxed pace of everyday life.

At the end of the month, I felt that I had not only learnt about a new culture and way of life, but had also learnt a lot about myself. This time was a real adventure that challenged me, but also enriched me incredibly. The first four weeks were just the beginning and I was looking forward to immersing myself further in this new world.

As I am writing this blog post, over three months have already passed in Peru. During this time, there have been many more moments of joy and challenge, which is why I am already writing a new post to bring you up to date. Stay tuned! Until then, thank you for reading and Merry Christmas!

Antwort

  1. Avatar von glownilson85

    keen! 78 2025 3. Von Stränden, Bergen und Wüsten: Die längste Reise meines Lebens enthralling

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