Wir Menschen treffen täglich eine Vielzahl von Entscheidungen. Der überwiegende Teil dieser Entscheidungen entgeht unserer bewussten Wahrnehmung, da sie nach bestimmten Mustern, Bedürfnissen und Gewohnheiten von unserem Unterbewusstsein getroffen werden. Sie sind für uns unbedeutend.
Jedoch gibt es auch Entscheidungen, die wir als selbstgetroffen wahrnehmen und einen direkten Einfluss auf unsere subjektive Realität haben. Diese Entscheidungen lassen sich wiederum in weniger bedeutende und äußerst signifikante Entscheidungen aufteilen.
Ein Determinist glaubt, dass alle Entscheidungen einen großen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung haben und zugleich völlig belanglos sind, da wir sie nicht selbst treffen.
Ungeachtet dessen, ob wir Entscheidungen bewusst treffen oder nicht, bleibt bestehen, dass wir diese als autonome Wahl wahrnehmen. Daher stellt sich die Frage, wie wir „richtige“ Entscheidungen treffen. Ich spreche hierbei nicht von Entschlüssen, die unser subjektives Empfinden verbessern, sondern von solchen, die objektiv betrachtet „richtig“ sind.
Das stellt uns vor ein weiteres Problem: Wir sind Lebewesen, die auf Emotionen basieren, und zweifellos determiniert sind. Wie also können wir objektiv „richtige“ Entscheidungen treffen? Die kurze und einfache Antwort wäre: „Können wir nicht!“ und deshalb sollten wir uns stets darüber bewusst sein, dass jede Entscheidung, die wir treffen, mit einer ziemlich großen Wahrscheinlichkeit „falsch“ ist.
Wenn man sich dessen bewusst ist, sollten wir uns folgendes einprägen:
„Ein Lebewesen, frei von jeglicher Determination, fällt Entscheidungen von absoluter Wahrheit. Daher sollten determinierte Lebewesen, also wir, stets die Frage stellen: Wie würde ein freies und unbeeinflusstes Lebewesen handeln?“
Dies führt uns zu einer interessanten Perspektive: Die Suche nach objektiv richtigen Entscheidungen ist ein Ideal, das in der Realität vielleicht nicht erreichbar ist. Dennoch können wir bestrebt sein, Entscheidungen zu treffen, die in den meisten Fällen zum Wohlergehen führen und unsere Werte reflektieren. Dies erfordert ein Bewusstsein für unsere eigenen Neigungen, die Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Bereitschaft, unsere Entscheidungen zu überdenken. Letztendlich ist die Anstrengung, bewusster und reflektierter Entscheidungen zu treffen, ein Akt der Verantwortung und Selbstfürsorge.
English:
We humans make a variety of decisions every day. The vast majority of these decisions escape our conscious awareness, as they are made by our subconscious according to certain patterns, needs, and habits. They are insignificant to us.
However, there are also decisions that we perceive as self-made and have a direct impact on our subjective reality. These decisions can be further divided into less significant and extremely significant ones.
A determinist believes that all decisions have a significant impact on subjective perception and are simultaneously completely insignificant since we do not make them ourselves.
Regardless of whether we consciously make decisions or not, the fact remains that we perceive them as autonomous choices. Therefore, the question arises as to how we make „right“ decisions. I am not referring here to choices that improve our subjective feelings, but rather to those that are „right“ objectively.
This presents us with another problem: we are sentient beings based on emotions and undoubtedly determined. So how can we make objectively „right“ decisions? The short and simple answer would be: „We can’t!“ and therefore we should always be aware that every decision we make is quite likely „wrong.“
Being aware of this, we should engrave the following in our minds:
„A being free from any determination makes decisions of absolute truth. Therefore, determined beings, which is us, should always ask the question: How would a free and unaffected being act?“
This leads us to an interesting perspective: The pursuit of objectively right decisions is an ideal that may not be achievable in reality. Nevertheless, we can strive to make decisions that lead to well-being in most cases and reflect our values. This requires an awareness of our own inclinations, the ability for self-reflection, and the willingness to reconsider our decisions. Ultimately, the effort to make more conscious and reflective decisions is an act of responsibility and self-care.

Hinterlasse einen Kommentar